Dr. Florian Wittig, Chirurg und Proktologe in München, Facharzt für Hämorrhoiden und Leistenbruch

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26.03.2012 Die endoskopische Leistenhernien-OP hinterlässt weniger Schmerzen, hat aber ein höheres OP-Risiko als die konventionelle, offene Operation

21. März 2012 - 12:45 Uhr
Vergleich von minimalinvasiver Op der Leistenhernie mit offener Hernioplastik
Bei 660 Patienten sind die Leistenhernien randomisiert endoskopisch (total extraperitoneale Plastik, TEP) oder offen chirurgisch (Lichtenstein-Technik) behandelt worden. Führen erfahrene Chirurgen die TEP durch, ist das Verfahren nach Ansicht der Studienautoren insgesamt zu empfehlen.

Nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit hatten Patienten nach TEP signifikant weniger kurzzeitige und chronische Schmerzen (TEP 23% und 15% vs. Lichtenstein 32% und 28%, p = 0,004) und Sensibilitätsstörungen (1% vs. 22%, p < 0,001). Während operative Komplikationen unter TEP häufiger auftraten (6% vs. 2%, p < 0,001), war die Krankenhausaufenthaltsdauer bei beiden Verfahren gleich. Bei sehr erfahrenen Chirurgen (mehr als 25 TEP-Operationen) war die Rezidivrate nach diesen Operationen geringer als nach Lichtenstein-Eingriffen (4%). Die Gesamtkosten beider Verfahren sind vergleichbar.
Quellen:
(Arch Surg 2012; doi: 10.1001/archsurg.2011.2023)
(Deutsches Ärzteblatt)

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